Ich musste oftmals die Berge der Schweiz erklimmen, denn dort war ich bis Ende diesen Jahres zu Hause. Zu meinen Hobbys zählen, sowohl auf der Landstraße bei schönem Wetter dahin brausen, als auch bei Sonnenschein mich draußen bewegen. Wahrscheinlich heiße ich deswegen auch Sunny. Mein Teint ist total blass, man könnte sagen weiß, aber ich glänze noch total schön. Andere in meinem Alter, haben schon eine braune Gesichtsfarbe, ich hoffe, dass mir das nicht passiert. Mein neuer Besitzer hat mich erstmal in der Garage eingesperrt, er meint ich müsse mich erst an das neue Land gewöhnen, aber ich freue mich schon wenn er mir ein neues Nummernschild anschraubt und wir meinem Hobbys nachgehen. Dann will er auch neue Fotos von mir machen.

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Ich bin einer von Sunnys Brüdern und 1961 in England geboren. Direkt nach meiner Geburt wurde ich nach Paris geschickt und durfte an der Champs Elysees, beim Rootes Importeur, vom Schaufenster aus auf den Triumphbogen blicken. Dann kaufte mich ein deutscher Professor für englische Literaturgeschichte, der ein Ferienhaus in Frankreich besaß. Mit ihm pendelte ich regelmäßig zwischen Schwarzwald und Frankreich. Eines Tages ging der Professor nach Amerika und ließ mich im Glottertal in einer Garage zurück. Das war eine schwere Zeit für mich. Viele Jahre verbrachte ich in einer dunklen Garage ohne Sprit ohne Auslauf und der böse rötlich braune Feind nagte an meinem Körper. Im Laufe der Jahre war ich so geschwächt, dass mir in meiner Erinnerung ein paar Jahre fehlen. Ich weiß nur noch, das ich mit Garage und Haus vererbt worden bin. Nach vielen Jahren hat mir jemand einen Schluck Benzin direkt in mein Verdauungsorgan gespritzt und mich vor dem Tod gerettet. Das muss ein guter Mensch gewesen sein , er hat mich wieder aufgepäppelt. Aber ich glaube er liebte mich als gebürtigen Engländer nicht so sehr, wie einige Franzosen in meinem Alter. Dann im Frühjahr 2005 verkaufte er mich an meinen jetzigen Chef. Der ist wirklich gut zu mir aber kein Perfektionist.

Manchmal glaube ich auch sogar, ich sagÂ’s, auch nur ganz leise, ein bisschen Fuscher . Das liegt daran, dass er immer möglichst schnell wieder mit mir fahren will und wohl etwas geizig ist.  Er kümmert sich auch viel um die Zwei- und Dreiradkollegen die sich mit mir die Wohnung teilen .

Aber er fährt mit mir viele Oldtimerrallys und wir schneiden immer besser ab. Seit ich bei ihm bin, habe ich schon ca.4000 mls. zurückgelegt ohne ernsthafte Ausfallerscheinungen.  Mir geht es jetzt wieder gut und Stück für Stück wird mein Gesundheitszustand verbessert.

 

Doch das schönste Erlebnis in meinem hohen Alter, habe ich im August 2006 erlebt. Da hat er mich nach Hamburg gejagt um endlich mal ganz viele Brüder zu treffen. Da waren auch Raubtiere dabei, die teilweise drei bis vier mal so stark sind wie ich und eine wunderbare Aussprache  mit amerikanischem Akzent haben. 

Als wir mit denen durch den Elbtunnel tobten sind uns die Tränen gekommen vor Glück.               

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Ein Alpine kam per Fähre nach Hamburg.

Mai 1995, Regi Sawyerr hatte Verbindung zu Mrs.Anne Murray in Bournemouth aufgenommen.

Sie hatte einen Alpine V zum Verkauf in die Schweiz angeboten Regi bekam davon Wind, er hatte es übernommen, für mich einen Sunbeam zu suchen.

12 ter Mai per Fähre von Hamburg nach Harwich.

Hier stand er nun, mediterranean blue, der 23 Jahre durch Kanada und 5 Jahre durch England tourte.

Ab ging es nach Hamburg um hier eine Frischzellenkur zu bekommen. Holzamaturenbrett, Speichenfelgen mit breiten Reifen, Verdeck und Ledersitze waren der Anfang. Unterboden und Radkranz folgten. Zündkabel und Gasgestänge optimieren, Bremsleitungen erneuern und leichte Rostschäden beseitigen !!

Wer glaubt, es gibt ein Ende, wir glauben es nicht !

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